Wer hüpft hat mehr vom Reisen
Mit Island Hopping die Karibik entdecken
Island Hopping ist die wohl schönste Art, die Vielfalt der Karibik zu entdecken. Dabei trifft niederländische Gelassenheit auf französisches Savoir Vivre, britisches Understatement auf spanisches Temperament. Ob zu Wasser oder durch die Luft, die Wege zwischen den verschiedenen Inseln sind kurz, die Kombinationsmöglichkeiten vielfältig. Dies machen sich auch die Karibik-Veranstalter zu Nutze und verknüpfen gleich mehrere Eilande zu facettenreichen Komplett-Packages. So bietet Atambo Tours (www.atambo-tours.de) eine zweiwöchige Reise mit Start in der Hotelhochburg Barbados. Das Kontrastprogramm dazu bieten die folgenden Stopp auf der Gewürzinsel Grenada sowie auf St. Vincent, das mit seinen tropischen Regenwäldern auftrumpft. Ein Yachtturn durch die winzigen unbewohnten Grenadinen vervollständigt die Tour, die ab 1.750 Euro pro Person zu haben ist.
Pauschal oder à la carte
Andere Veranstalter setzen auf Pauschal-Arrangements und á la carte-Angebote. Dabei bucht der Tour Operator neben den Flügen ab Deutschland auch die innerkaribischen Verbindungen samt Hotels. So hält Dertour (www.dertour.de) Tickets der innerkaribischen Airline Liat (www.liatairline.com) für individuelle Entdecker bereit. Zusätzlich können auch Billets von L’Express des Iles (www.express-des-illes.de) bestellt werden, einer Fährlinie, die zwischen den Inseln Dominica, Martinique und Guadeloupe verkehrt. Eine Kombination, die es bei Dertour auch im Paket gibt. „Vulkane und Meer“ heißt die 13tägige Reise, die neben traumhaften Sandstränden, nebelverhangene Vulkane, imposante Kolonialfestungen und rauschende Wasserfälle verspricht. Kosten ab 966 Euro pro Person.
Katamaran im Einsatz
Überhaupt ist die Variante Dominica, Martinique, Guadeloupe in vielerlei Hinsicht für Inselhüpfer attraktiv. Außer den Fluggesellschaften Liat und American Eagle (www.aa.com) mit täglichen Flügen von den Französischen Antillen nach Dominca, verkehrt auch die Fährgesellschaft L'Express des Îles mit einem Katamaran zwischen Dominica, Guadeloupe, Martinique und Saint Lucia. Nicht minder reizvoll sind die Inseln selbst. So trumpft Dominica mit dem Nationalpark Morne Trois Pitons auf, Guadeloupe und Martinique locken mit der Anmut französischer Überseedepartments, die zur Einreise mit Euro und deutschem Personalausweis einladen. Guadeloupe ist täglich mit Air France (www.airfrance.de) ab elf deutschen Flughäfen erreichbar. Und auch dort verkehrt die Fähre täglich zwischen der Hauptinsel und den kleineren zum Archipel gehörenden Inseln La Désirade, Marie-Galante und Les Saintes.
Privat-Jet oder Luxusyacht
Wer viel Wert auf Exklusivität legt, kann die kleine Karibik auch im Privat-Jet erkunden. Bei einem entsprechenden Angebot von Meier’s Weltreisen (www.meiers-weltreisen.de) wird nicht nur Luxus, sondern vor allem größtmögliche Flexibilität großgeschrieben. Dabei können die Passagiere nach Lust und Laune kombinieren, fernab von langen Check-In-Schlangen am Flughafen. Wem es eher nach Segelsetzen dürstet, erhält während des achttägigen Törns „Eine Brise Karibik“ ausreichend Gelegenheit, die Vielfalt des Urlaubsparadieses zu erleben. Nicht weniger als sechs Eilande – von Saint Lucia über die unbewohnten Tobago Cays bis hin zu Mustique und St. Vincent – werden angesteuert. Der Preis für den Segelturn ab Deutschland beträgt ab 2.259 Euro pro Person.
Traumrevier BVI
Zum Segeln prädestiniert sind auch die Gewässer der British Virgin Islands mit ihren mehr als 60 Inseln. So können Sportbegeisterte ihr eigenes Boot chartern oder einfach mitsegeln, während ein Skipper für den richtigen Kurs sorgt. Andere wiederum buchen eine ganzen Crew und genießen die private Mini-Kreuzfahrt. Fähren sind eine weitere Alternative, um die nahegelegenen Eilande anzusteuern. Sie verkehren regelmäßig zwischen Tortola und Virgin Gorda, Jost van Dyke und Peter Island sowie an bestimmten Tagen auch nach Anegada. (www.bvitourism.de/faehrverbindungen). Schließlich können die BVIs dank Flugverbindungen mit Liat oder American Eagle mit den benachbarten Inseln wie St. Maarten, Anguilla oder Puerto Rico kombiniert werden.
Ein erweitertes Karibik-Streckennetz weist neuerdings Condor auf. Durch eine Kooperation mit Bahamasair (www.bahamasair.com) verfügt die Airline über elf neue Destinationen in der Inselwelt der Bahamas. Kunden können ab 4. November 2011 zwei Mal wöchentlich von Frankfurt über Fort Lauderdale nach Nassau und Freeport fliegen. Die Tickets gibt es ab zu einem Oneway-Komplettpreis ab 359 Euro in der Economy Class, buchbar unter www.condor.com.
Mehr als 700 Inselparadiese
Überhaupt sind die 700 Inseln der Bahamas zum Inselhüpfen wie geschaffen. 16 Eilande des Archipels wurden touristisch erschlossen und verfügen über 17 internationale Flughäfen. Zusätzlich machen private Chartermaschinen, Fähren und Postschiffe das Island Hopping zum Kinderspiel. Für echtes Robinson-Crusoe Feeling geht es bei verschiedenen Bootsausflügen auf die unbewohnten Cays, die rund um die Hauptinseln liegen. Eine Übersicht über die Flugverbindungen zwischen den Inseln gibt es unter bei Majestic Holidays (www.majesticholidays.com).
Auch die Cayman Islands bilden einen gemeinsamen Staat, jedoch könnte das Trio nicht unterschiedlicher sein. Während Grand Cayman mit dem internationalen Flair einer hoch entwickelten Feriendestination aufwartet, präsentieren sich die beiden Schwesterinseln komplett anders. Little Cayman ist mit drei kleinen Resorts, 2.000 Leguanen und 100 Einwohnern eine der letzten ursprünglichen Inseln der Karibik, während das eher schroffe Cayman Brac vor allem zum Wandern einlädt.
Holland in der Karibik
Ein ganz besonderes Dreigestirn finden Inselhopper auch mit den ABC-Inseln Aruba, Bonaire und Curaçao. Der Klassiker ist die Kombination Aruba und Curaçao, während Natur- und Outdoor-Sport-Liebhaber die Zusammenstellung Curaçao und Bonaire bevorzugen. Die Inseln gelten als wahre Unterwasserparadiese und sind bei Tauchern und Schnorchlern gleichermaßen beliebt. Curaçao ist von allen deutschen Flughäfen mit Zwischenstopp in Amsterdam zu erreichen. Ab 15. November 2011 bietet Airberlin eine Nonstop-Verbindung ab Düsseldorf. Zwischen den ABC-Inseln fliegen lokale Airlines wie Insel Air (www.fly-inselair.com), die Dutch Antilles Express (www.flydae.com), Tiara Air (www.tiara-air.com) oder Divi Divi Air (www.flydivi.com) mehrmals täglich in etwa 30 Minuten zur jeweiligen Nachbarinsel.
Übrigens halten die meisten karibischen Airlines besondere Spezialangebote für ihre Passagiere bereit. Ein regelmäßiger Blick auf die jeweilige Homepage lohnt sich. So ist bei Winair (www.fly-winair.com) ein Ticket von St. Maarten nach Saba bereits ab 105 US-Dollar zu haben. Air Caraibes (www.aircaraibes.com) bietet bei Buchung eines Return-Tickets von Paris in die Karibik den Flug zu einer Nachbarinsel für nur einen Euro zusätzlich an. Auch Air Turks and Caicos (www.flyairtc.com), Air Jamaica (www.airjamaica.com) und Caribbean Airlines (www.caribbean-airlines.com) locken mit attraktiven Specials. Wer auf Kuba Urlaub macht und von der Insel aus in die übrige Karibik reisen will, der findet bei Aerogaviota (www.aerogaviota.com) die entsprechenden Verbindungen.
Von Jamaika nach Kuba...
Apropos Kuba. Bei Meier’s Weltreisen gibt es im neuen Winterkatalog eine nicht alltägliche Kombination: Der Veranstalter verbindet Jamaika und Kuba mittels einer Kreuzfahrt. Möglich sind dabei ein siebentägiger Turn ab/bis Montego Bay oder eine viertägige Kreuzfahrt von Montego Bay nach Havanna. In jedem Fall bietet es sich an, erst Jamaika zu besuchen und dann im Rahmen der Cruise, die mehrere kubanische Häfen ansteuert, Kuba zu entdecken.
... oder Saint Lucia via Barbados
Wer beim Inselhüpfen eine bestimmte Hotelgruppe präferiert, der wird bei Almond fündig. Ein Beispiel ist die Kombination der Almond-Häuser (www.almondresorts.com) auf Barbados und Saint Lucia. Jedes der insgesamt vier Resorts ermöglicht seinen Gästen einen Urlaub auf höchstem Niveau mit Strandlage, Gourmetküche und luxuriösem Komfort. Dank der Verbindungen mit Condor genießt man zunächst eine Woche Barbados, wechselt mit Liat in 25 Minuten nach Saint Lucia, um sieben Tage später direkt von Saint Lucia aus mit Condor wieder nach Hause starten.