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KARIBISCHE MUSIKRum und Rhytmus
Musik ist der Herzschlag des pulsierenden Lebens in der Karibik. Sie ist so sehr ein Teil unserer Tage und Nächte wie die Sonne und das Meer.
Unsere Länder leben dank der Klänge und Rhythmen, die sowohl die Erinnerung an unsere Vergangenheit wecken als auch unser Gefühl der Hoffnung für die Zukunft ausdrücken. Es handelt sich um Länder des Karnevals, wo viele Feste aus historischen, religiösen, kulturellen oder sportlichen Anlässen gefeiert werden - und wo Musik spontan "explodiert", sobald eine Handvoll Musiker und Sänger versammelt sind.
Und so etwas könnte überall passieren; auf der Straße, auf einem Stadtplatz oder am Strand. Das afro-karibische und lateinamerikanische musikalische Erbe ist eine reichhaltige Mischung, sie varieriert von Land zu Land entsprechend unserer unterschiedlichen Hintergründe und entwickelt sich von Jahr zu Jahr weiter dank des Talents unserer jungen Musiker. Hier befindet sich der Geburtsort der "Steel-Bands" und der "Beats" wie Calypso, Kompas, Merengue, Rumba, Salsa, Soca und Ska. Bob Marley exportierte Reggae rund um den Globus; Salsa folgte bald danach.
Einige der Länder pflegen musikalischen Traditionen - wie Trommeln - aus der Zeit der Sklaverei. Gospel-Musik spiegelt unsere koloniale Vergangenheit und den Einfluss der amerikanischen Kultur wieder. Die Karibik ist heute ein Zentrum der Weltmusik. Jazz, Rhythm & Blues und Country-Musik sind sehr beliebte Importe aus den Vereinigten Staaten; Konzertstandorte in der Region locken Top-Künstler aus allen drei Genres sowie internationale Stars der klassischen Musik. Was auch immer Ihr Geschmack ist, Sie finden es hier und werden mehr als zufrieden sein in unserem Land von Rhythmus und Melodie.
YO HO HO: Die Geschichte des karibischen Rums von Rich Rubin
Rum hat schon immer leidenschaftliche Karibik Reisende begeistert. Plündernde Piraten wie Captain Kidd, Calico Jack und Blackbeard beherrschten die Meere, ihre Schaluppen segelten unter der der berühmt-berüchtigten Totenkopfflagge, bekannt als Jolly Roger. Eine Legende? Nicht in der Karibik.
Freibeuter waren Teil der Geschichte der Region - auch wenn die Geschichten, die wir hören, mit Fiktion angereichert wurden, um sicher zu sein. Diese aggressiven Matrosen waren nicht nur hinter Goldmünzen und feiner Seide her, sondern machten auch Jagd auf ein anderes wertvolles Produkt: Rum. Man kann ihnen kaum Schuld geben. Die Karibik produzierte damals wie heute wohl den weltweit besten Rum.
Die britischen Royal Navy des 17. Jahrhunderts erlaubte seinen Matrosen eine tägliche Ration - eine Praxis, die sich bis 1970 fortgesetzt hat! Einige glaubten, der Rum heilt den Kater. Früher waren Seeleute überzeugt, dass ein kleiner Schluck Rum ihre Fähigkeiten im Segeln verbesserte. Seit mehr als 300 Jahren produziert, feierte dieser ehrwürdige Rum vor kurzem sein Jubliäum mit Regatten, Partys und einer limitierten Ausgabe einer Jubiläums-Mischung in speziellem Dekanter. Es ist selten, dass eine Reise in die Karibik nicht auch eine Probe dieses berühmt-berüchtigten Produkts beinhaltet.
Die Zahl der herausragenden Brennereien sind Legion: Mount Gay sowie die Namen der grossen Produzenten in der Karibik wie puerto-ricanische Firma Bacardi, Jamaikas Appleton's Estate, Haiti's Barbancourt und St. Croix's Cruzan. Ursprünglich ein Abfallprodukt des Zuckerrohr-Anbaus, wird Rum aus Zuckerrohr-Saft oder Melasse, einem Nebenprodukt der Zuckerproduktion destilliert. Besuchen Sie eine der vielen Karibik-Brennereien (siehe unten) um den Prozess zu beobachten: Der Saft oder Melasse wird mit Hefe fermentiert, destilliert und anschließend gelagert, in der Regel in Eichenfässern. Leichte Rumsorten werden oftmals für Mixgetränke benutzt, während voll-aromatisierte dunkle Rumsorten nach Jahren der Alterung wieder in Schlückchen getrunken wird, ähnlich wie feiner Scotch. Die Karibik produziert die meisten der weltweiten Rumsorten, die rund um den Globus getrunken werden.
Selbst die Geographie der Karibik macht die Bedeutung des Rums deutlich: So gibt es Rum Cay auf den Bahamas und einen Ort genannt Rum Point jeweils in Grand Cayman und auf Belize. Museen auf mehreren Inseln sind der Geschichte des Rums gewidmet. Sogar die Namen der Getränke spielen auf die Karibik an: Goombay Smash, Planter's Punch, Piña Colada, Cuba Libre, Daiquiri. Hier finden Sie fast unbegrenzte Variationen von Rum Punch. Zum Beispiel auf der Gewürzinsel Grenada. Wundern Sie sich nicht über ein kaltes Glas voll mit Rum und gewürzt mit Muskatnuss. Aromatisierter Rum ist der neueste Trend. Achten Sie auf die Bacardi Limón und orange-bezogene Captain Morgan Spiced Rum und Cruzan's Vanille, Orange, Ananas, Banane und Kokosnuss-Sorten.
Dieses vielseitige alkoholische Getränk kann auch verwandelt werden in Likör, wobei die Sorten so vielfältig sind wie die Reiseziele in der Karibik. In Guadeloupe zum Beispiel. Hier genießen Sie den Geschmack von Shrubb, einer Mischung aus Rum, Orangenschale und Zucker. In Venezuela und auf den niederländischen Karibik-Inseln ist der Eierpunsch Ponche Crema ein Hit. St. Maarten steuert den holzigen Guavaberry Likör bei und Jamaika Fans lieben den mit Kaffee aromatisiertem Tia Maria. Rum ist allerdings nicht nur zum Trinken da. Nahezu jedes feine Restaurant verfügt über mindestens ein mit Rum angereichertes Gericht.
Suchen Sie nach dem perfekten Souvenir für die Naschkatze auf Ihrer Geschenke-Liste? Rum-Kuchen wird in der gesamten Karibik zu Hochzeiten und anderen Gelegenheiten gegessen. Einer der bekanntesten, die Tortuga Rum-Torte, ist aus Grand Cayman, aber Sie können auch auf "schwarze Torte" aus Guyana, Piña Colada-Kuchen von den Bahamas und Blue Mountain Kaffee-Rum-Kuchen aus Jamaika zurückgreifen.
Der heutige Trinkbranntwein glänzt weniger durch eine glorreiche Vergangenheit (der Sklavenhandel war untrennbar mit der Industrie verbunden). Die Geschichte der Karibik kann allerdings nicht ohne den Rum erzählt werden. Legenden im Überfluss: zum Beispiel über den Liedertext, "Fünfzehn Mann auf des toten Mannes Kiste / yo ho ho und 'ne Buddel voll" Es heißt, dass der Pirat Blackbeard Meuterer mit nur einem Dolch und einer Flasche Rum auf einer zu den Britischen Jungferninseln gehörenden kleinen Insel namens Dead Man's Chest ausgesetzt habe.
Nun, es hätte schlimmer kommen können: Er hätte nur mit einem Kurg Saft ausgesetzt werden können.
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