Nach den Steren greifen: von Curaçao aus an die Grenze des AllsDass im Nachthimmel über der Karibik die Sterne besonders hell strahlen, mag man gerne glauben. Dass aber von der Traumdestination aus schon bald Urlauber in Richtung dieser extraterrestrischen Glitzerwelt starten sollen, scheint dann doch eher einem Fiction-Roman entnommen. Der „Take-off“-Termin steht gleichwohl fest, und auch Buchungen liegen bereits vor. Es sind die Macher der Firma Space Expedition Curaçao (SXC), die den Flug an die Grenze zum All künftig auch für Nicht-Astronauten möglich machen wollen. Ein wenig Kleingeld sollten Interessierte allerdings besitzen, auch wenn der „Ticketpreis“ mit umgerechnet 95.000 USD gemessen am technischen Aufwand moderat erscheint. Premierengast wird ausgelostWer am Ende als Premieren-Passagier im Cockpit des „Lynx“ genannten Weltraumfliegers Platz nehmen darf, wird unter den ersten 100 Kunden des Projektes ausgelost.Ende 2013 soll es dann soweit sein: Ähnlich wie ein normaler Jet hebt der ‘Lynx’ vom Spaceport Curaçao, einem Teil des Curaçao International Aiports, ab. Unmittelbar nach dem Start entfernt sich das Raumschiff leicht von der Insel und richtet seine Spitze nahezu vertikal auf. Innerhalb einer Minute durchbricht der ‘Lynx’ mitsamt seiner beiden Insassen die Schallgrenze und hat nach weiteren 120 Sekunden ‘Mach3’ erreicht. In der dann erreichten Höhe von etwa 60 Kilometern schaltet der Pilot die Motoren aus, und der parabolische Flug beginnt. Hierbei erlebt die Crew minutenlange Schwerelosigkeit. Schließlich erreicht der „Lynx“ seine Maximalhöhe von 100 Kilometern und damit die Grenze des Weltraums. Eine das Leben verändernde ErfahrungPassagiere werden aus dieser Perspektive die Erde in einer unverwechselbaren Schönheit erleben. Laut aller Astronauten, die dies zuvor erleben durften, ist es eine das eigene Leben verändernde Erfahrung. Die gesamte Wölbung der Erde ist von dort oben aus sichtbar. Die Perspektive, mit der Karibik als schillernde Mitte, erstreckt sich von Florida bis nach Brasilien. Schließlich beginnt der Schwebeflug zurück zur Erde. In einer Höhe von 30 Kilometern dringt der „Lynx“ wieder in die Atmosphäre ein. Bei Bedarf, und dieses technische Feature ist einmalig, können hierbei die Raketenmotoren wieder eingesetzt werden. Dies ist der Moment bei dem die Piloten eine Beschleunigung von bis zu 4,5 G erleben. Eine Erfahrung, die normalerweise nur Piloten von Kampfjets machen. Nach einem weitere 30 bis 40 Minuten dauernden Segelflug landet der „Lynx“ schließlich wieder auf dem Spaceport Curaçao. Gesamtdauer des faszinierenden Erlebnisses: 1 StundeSo soll sich der Flug ins All abspielen